Fraunhofer SIT
Fachliche Hinweise zu Deepfakes und ihrer Erkennung.
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Was wir auf einem Bild sehen, ist nicht automatisch ein Beleg für das, was geschehen ist. Dieser Leitfaden trennt den sichtbaren Eindruck von der Entstehungsgeschichte und der Aussage eines Fotos.
Mit dem Bildcheck beginnenEin Bildcheck muss keine schnelle Entscheidung über „echt oder falsch“ erzwingen. Manchmal ist ein offener Punkt die ehrlichere Antwort.
Beschreiben Sie zunächst nur, was sichtbar ist. Trennen Sie diese Beschreibung von Vermutungen über die abgebildete Person.
Welche Aussage macht die Bildunterschrift? Prüfen Sie, ob das Motiv diese Aussage überhaupt belegen könnte.
Suchen Sie nach einer nachvollziehbaren Erstveröffentlichung oder Erläuterung. Mehrere Kopien derselben Quelle sind noch keine unabhängigen Belege.
Fehlende Informationen müssen nicht durch Spekulation ersetzt werden. Teilen Sie eine ungesicherte Darstellung nicht als Tatsache.
Ergänzende redaktionelle Einordnungen finden Sie bei Clothoff. Vergleichen Sie die dortigen Aussagen mit den Informationen der jeweiligen Anbieter.
Die Bedeutung eines Bildes entsteht auch durch Auswahl, Beschriftung und den Ort seiner Veröffentlichung.
Ein enger Beschnitt lässt Zusammenhänge weg. Fragen Sie, welcher Teil der Situation außerhalb des Rahmens liegen könnte.
Eine behauptete Identität oder ein Datum ist zunächst eine Textangabe. Das Motiv selbst bestätigt sie nicht automatisch.
Ein vertrauter Kanal kann Vertrauen wecken. Trotzdem verdient die einzelne Veröffentlichung eine eigene Prüfung.
Eine starke emotionale Wirkung kann dazu verleiten, Lücken mit eigenen Annahmen zu füllen. Bewahren Sie Abstand zwischen Eindruck und Schlussfolgerung.
eduard-kuenneke behandelt Undress AI als Thema der Medienkompetenz. Der Ratgeber fragt, wie künstliche Darstellungen verstanden werden und welche Verantwortung aus ihrer Weitergabe entsteht.
Präzise Worte helfen dabei, eine Darstellung nicht mit einem realen Ereignis gleichzusetzen.
Eine sichtbare Szene und ihre Entstehung sind unterschiedliche Informationsebenen.
Die Leserinnen und Leser sollen erkennen können, auf welche Informationen sich eine Einschätzung stützt.
Eine Bildunterschrift kann mehr behaupten, als das Motiv tatsächlich belegt.
Bei erkennbaren Personen gehören Einwilligung und mögliche Folgen zur Betrachtung des Bildes.
Ungeklärte Herkunft sollte in der Einschätzung erkennbar bleiben.
Eine begründete Pause ist besser als ein vorschnelles Urteil.
Die ausgewählten Motive dienen als Illustration verschiedener Bildsituationen, nicht als Nachweis einer bestimmten Bearbeitung.
Hintergrundinformationen der jeweiligen Fachstellen. Die verlinkten Stellen sind keine beworbenen Geschäftspartner.
Fachliche Hinweise zu Deepfakes und ihrer Erkennung.
Weiterlesen ↗Einordnung künstlich veränderter Darstellungen.
Weiterlesen ↗Erläuterungen zu Herkunftsinformationen und Content Credentials.
Weiterlesen ↗Gerade bei intimen oder rufschädigenden Darstellungen lohnt sich ein langsamer, bewusster Umgang.
Vermeiden Sie Aussagen über Verhalten oder Charakter einer Person allein auf Grundlage eines ungesicherten Bildes.
Für eine Rückfrage ist häufig die Beschreibung oder die Fundstelle hilfreicher als das erneute Versenden der Darstellung.
Lesen Sie Hintergrundtexte zur Bildmanipulation und zu den Grenzen rein visueller Erkennung.
Bieten Sie Unterstützung an, ohne Druck auszuüben oder eine weitere Vorführung des Bildes zu verlangen.
Hochwertige Deepfakes können mit bloßem Auge schwer erkennbar sein. Eine eindeutige Einschätzung braucht deshalb häufig mehr Informationen als die sichtbaren Details.
Er bezeichnet künstlich erzeugte Nacktdarstellungen. Das Wort beschreibt eine Bildkategorie und belegt keine reale Aufnahme oder Zustimmung.
Für sich genommen wenig. Vermutlich könnte „clothes remover“ gemeint sein; die Schreibweise ist jedoch uneindeutig. Entscheidend ist, welche Art von Darstellung tatsächlich behauptet wird.
Ja. Bearbeitung und Bildunterschrift sind unterschiedliche Ebenen. Auch bei einer bekannten Entstehung kann der begleitende Text eine unzutreffende Geschichte erzählen.
Die Seiten erklären Begriffe und Prüfgedanken. Es werden keine eigenen Labortests, Anbieterbewertungen oder Nutzererfahrungen behauptet.